Die Handmade-
Story












Wie alles begann
Es war das Jahr 1984, als, anlässlich
eines Geburtstagsfestes, die Tischkärtchen Dietmar Völker und Lutz Müller
nebeneinander platzierten. Zu vorgerückter Stunde sprang der Alleinunterhalter
mit Stimmungsgarantie über seinen eigenen Schatten und intonierte auf seiner
Wersi-Profi-Orgel Oldies aus den 60er Jahren.
Beiden wurde schnell klar, dass die klassische
Beatformation nicht nur aus 2 Mann bestand. Ein zweiter Stromgitarrenspieler wurde gesucht. Da fiel den beiden
Bandgründern zufällig eine alte Schülerzeitung in die Hände, in der Wolfgang
"Jupp" Neumann zum größten Luftgitarrenspieler der Winchenbach gekürt
wurde. Ein Anruf genügte und er legte sich das große Lexikon der Barré-Griffe
unter das Kopfkissen und war mit von der Partie.
Da alle Drei permanent belegte Stimmbänder hatten,
musste wieder der Zufall zu Hilfe eilen. Dies geschah in einem Getränkemarkt,
wo Lutz Müller mit ansehen musste, wie Axel Schade
eine volle Kiste Bier auf die Füße fiel. Dabei sang er aber das hohe
"Zeh" so perfekt, dass er, als er wieder Luft bekam, vom Fleck weg
verpflichtet wurde.
Nach Jahren großer Live-Erfolge in dieser Besetzung
wurde plötzlich “Jupp” Neumann von der Bühne weg geheiratet und auch gleich in
Quarantäne genommen. Damit konnte er am Handmade Spielbetrieb nicht mehr
teilnehmen.
Im Jahre 2000 ging der letzte Cowboy Martin Vitt von Bord. Beruflich ist er mehr und mehr in der Weltgeschichte unterwegs und findet den Probenraum nicht mehr. Außerdem haben die Bass-Saiten schon zentimeterdicken Rost angesetzt. Die verbliebenen Handmade Solisten waren aber die permanenten Namensumstellungen leid und begaben sich auf die Suche nach einem Bassisten mit Vornamen Martin. Und siehe da “Alles in Obi”. Sänger Axel Schade stand mal wieder stundenlang am Holz an und betrachtete einen Mitarbeiter, wie er mühelos die riesengroße Vertikalkreissäge bediente. Als er dann seine 22 zugeschnittenen Bretter bekam, fiel ihm das Namensschild auf und keine 10 Tage später war der neue Bassist “Martin” Wollek Mitglied von Handmade, Siegens bester schlechtspielender Spaßkapelle.
Im
Jahr 2001 zog Frontmann Axel Schade nach Ostfriesland! Einige Jahre
tourte er zu Handmade - Konzerten zwischen Seehundbank und Sejerland
hin und her. Auftritte bei KulturPur, Siegener City Lauf, Karneval in
Dielfen, Friesenhalle in Geisweid sind unvergessen. Zwei mal trat
Handmade in Ostfriesland auf. Zunächst 2004 auf einem Anhänger, dann
2005
vor auf einer großen Bühne gemeinsam mit den "Les Femmes Fatales".
Begleitet von einer stattlichen Zahl Fans(!!!), ging diese kultige
Fahrt im klimatisierten Luxusbus, in die Handmade-Geschichte ein. Axel
mußte 2006 wegen seiner Asthmaerkrankung den Gesang an den berühmten
Nagel hängen. Er bleibt der Band und den Fans aber mit dem Herzen
verbunden.
Da ist er
wieder, der Mann an der Vertikalsäge. Alles bei Obi? Klar, man kennt
sich. Bist du nicht der, der bei Handmade bässer spielt? Bist Du nicht
der, der damals bei Soulstew die rauen Töne aus den Stimmbändern
gequetscht hat? Jau, jau, jau. Watt machste denn so? Und du? Jedenfalls
hievte Klaus nicht nur die groooße Eisenbahnplatte auf sein Kombidach,
nein, er hatte auch eine Einladung dabei für die nächste Handmade-Probe
im nunmehr beheizten Proberaum. Ja, so war und so iss datt - wie wo was
weiß Obi - irgendwie ist da was dran, oder?
Aber
Rettung nahte - erst als helles Nordlicht am Horizont, dann mit dicken
leuchtenden Kombischeinwerfern vor unserem Proberaum. Jens kam,
sah und kesselte...äh trommelte und alles war weddder joood. Womit der
Beweis erbracht wurde, dass es auch in Norddeutschland hin und wieder
gute Drummer gibt - jetzt nicht mehr, Jens ist ja jetzt hier. Onn Platt
schwätze ka hä och scho, wor (sin Frau es va hä).
Und jetzt rocken und rollen wir wieder !!